LUST, LIEBE & SEX:
BERATUNG FÜR JUGENDLICHE

PORNOGRAFIE

Pornografie hat es schon immer gegeben. Heutzutage findet man unzählige Pornos im Internet. Viele Jugendliche – vor allem Jungen – schauen sie an. Allerdings darfst du sie offiziell erst anschauen und besitzen, wenn du 18 Jahre alt bist.

In Porno-Filmen werden sexuelle Fantasien in einem Drehbuch beschrieben und die Szene wird von den Darstellenden gespielt. Es werden sexuelle Praktiken gezeigt, die erregend sein sollen, Gefühle sind nicht sichtbar. Pornos zeigen nicht, wie Sexualität im Leben wirklich funktioniert und auch nicht, wie vielfältig die Körper von Menschen sind. In vielen Pornos werden Frauen schlecht behandelt. Es wird so getan, als ob Frauen es mögen würden, wenn sie beschimpft und hart ran genommen würden. Das stimmt aber nicht mit der Realität überein. Niemand mag es, abgewertet zu werden.

Ob du das, was in Pornos gezeigt wird, selbst ausprobieren willst, musst du dir gut überlegen. Grundsätzlich solltest du beim Sex, egal ob Mädchen oder Junge, nie etwas tun, womit du dich nicht wohlfühlst.

Wenn du glaubst, du könntest durch Pornos etwas über Sexualität lernen, dann ist das ungefähr so, als ob du im Fernsehen Formel 1 schaust, um Rennfahrer zu werden. Wie Sexualität sich anfühlt und was man dabei macht, hängt immer von den beteiligten Personen und ihren Vorlieben und Gefühlen ab.

Jungen, die besonders oft Pornos gucken, fragen sich manchmal, ob Pornos süchtig machen können. Diese Frage ist nicht ganz leicht zu beantworten. Um eine Antwort zu finden, solltest Du dich fragen, ob dein Pornokonsum Auswirkungen auf deinen Alltag hat. Vielleicht weil du damit jeden Tag Stunden verbringst nach Pornos zu schauen, die dir besonders gut gefallen oder du in der realen Welt es vermeidest, mit Mädchen oder Jungen in Kontakt zu kommen.

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